Geiles Geständnis: Peitschenrausch in der verlassenen Zirkuspiste
Die verlassene Zirkuspiste. Sciure de bois, durchtränkt vom Urin alter Pferde und Bären. Der Geruch steigt auf, animalisch, schwer. Confettis kleben im Sand, traurige Fröhlichkeit. Wir schlendern drumherum. Schritte werden länger. Nasenflügel beben. Mélanie betritt den Kreis. Ihr Herz rast schon. Sie trottet los. Rechtes Bein hebt sich hoch. Kopf nickt im Takt. Ihre Mähne schwingt. Absätze klackern andalusisch. Dann galoppiert sie. Ein Gala-Galopp, schaukelnd, rhythmisch. Ich schreie: Bravo! Trete ein. Mein Fouet in der Hand. Zwölf Meter Leder, gewebt aus Kuhhaut. Sie fürchtet es. Braucht es. Ich lass es knallen im smaragdgrünen Abend. Die Luft vibriert. Ihr Puls hämmert sichtbar am Hals. Meine Lenden zucken. Begierde steigt. Rot umnebelt alles. Sie salutiert. Atmet stoßweise. Haut glüht schon unter Seide. Ich spüre den rasenden Herzschlag in meiner Brust. Dringlichkeit packt mich. Besitzdrang explodiert.
Das Feuer lodert. Erster Hieb. Ihr rechter Absatz fliegt. Sie taumelt. Linker folgt ins Firmament. Sie kracht in die Späne. Dritter Streich: Jupe rutscht zu den Knien. Sie richtet sich auf. Würdevoll. Nackte Schenkel schimmern. Ich zerreiße feinste Seide. Punjab-Mousseline, teuer wie Sünde. Lamellen hängen. Dunkle Warzenhöfe blitzen. Lanière kitzelt Nippel. Sie richten sich auf. Hart wie Klingen. Corsage zerfetzt. Jupe von italienischem Maestro – Via Romana. Fällt in Fetzen. Nur Culotte aus Calais-Spitze. Mèche scharf wie Skalpell. Ich beherrsche es. Täglich Übung. Zeitungen halbiert. Flaschenetikette weg, Glas unberührt. Sie zittert. Fouet leckt Stoff. Primo-Orgasmus. Dentelle zerfetzt. Fällt wie tote Taube in Sciure. Nackt bis auf die Fente. Lanière taucht ein. Drei Zentimeter tief. Sie keucht. Ich coiffe ihre Toison. Sammle Büschel. Oder streue aus wie Sologne-Bosquets. Peitsche als Kamm. Ich öffne Hose. Erektion drückt. Sie starrt. Verliert Zeit und Raum. Hawking wüsste es. Nun der Anus. Zwischen Schenkeln hindurch. Tief ins Tal. Fingerfertig. Sie singt: Tu as la manière et la lanière… Cul wellt. Orgasme naht. Früher prügelte ich hart. Blut mischte sich mit Samen. Nun Poesie. Haut kribbelt. Fleisch pochend.
Das Fieber
Die Asche glüht nach. Sie singt aus. Uriniert wie Jument vor dem Präsidenten. Ich spritze ab. Taon auf Stute. Wir fallen ins Stroh. Haut brennt noch. Schweiß klebt. Herz rast nachhallend. Applaus aus der Ferne. Stadt ringsum. Ich decke sie mit Cape. Sie lacht. Fouet-Ende noch im Fion. Sie furzt im Lift. Nachbarn schnuppern. Weniger mondän. Zuhaus: Spuren tilgen. Blaue Male verblassen. Sie im Notar-Büro. Kolleginnen tuscheln: Dein Mann kann’s mit Peitsche? Mein Oller ist impotent. Ich grinse. Dieses Ritual bindet uns. Einzigartig. Verzehrend. Gefährlich nah am Abgrund. Haut warm, pochend. Besessen voneinander. Für immer.



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